Wer sich mit dem Thema Humor beschäftigt, der kommt nicht umhin sich mit dem Phänomen der Ostfriesenwitze auseinanderzusetzen. Der Ostfriesenwitz ist ein klassisches Beispiel für Witze über bestimmte Bevölkerungsgruppen. Dabei sind die im Norden Deutschlands beheimateten Ostfriesen das Ziel dieser Witze. Die meisten stellen diese Menschen als äußerst dümmlich dar. Damit könnte man vermuten, dass sich die betreffenden Personen, nämlich die Ostfriesen, beleidigt fühlen. Doch diese nehmen die Witze größtenteils mit Humor. Außerdem haben die Ostfriesenwitze dazu beigetragen, dass dieser Teil Deutschlands weit über seine Grenzen hinaus bekannt geworden ist. Viele Menschen begeben sich in diese Region unseres Landes, nur um sich selbst davon zu überzeugen, ob die Ostfriesen wirklich so sind wie in den meisten Witzen dargestellt.
Die Witze sind in der Regel wie ein Frage-und-Antwort-Spiel aufgebaut. Ob die Fragen und die dazugehörigen Antworten einen Sinn ergeben, ist nicht maßgebend. An erster Stelle steht hier der „Erfolg“, also derjenige, der den Witz hört oder liest, soll zum Lachen gebracht werden. Ein klassisches Beispiel hierzu: Warum gehen Ostfriesen in der Adventszeit immer durchs Fenster rein und raus? Ist doch klar, Weihnachten steht vor der Tür!
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Entstanden ist der Ostfriesenwitz Ende der 60er Jahre. Auf einem Gymnasium in Westerstede/Ammerland gab es Ammerländer Schüler und welche aus Ostfriesland. Zwischen beiden Parteien gab es ständig Sticheleien. Ein Ammerländer Schüler schrieb in der Schülerzeitung eine Serie über die dummen und unbeholfenen Bürger Ostfrieslands. Daraufhin gab es eine regelrechte Ostfriesenwitzewelle, die sich zunächst auf die Region im Norden Deutschlands und später durch die Medien (Stern und Spiegel) über das ganze Land verteilt wurden.